Mit den folgenden Zeilen möchte ich allen Mut machen, über Ihre Erfahrungen zu berichten:
Einem betrügerischen Kreditvermittler wie Friedel Niesmann sieht man seine Gefährlichkeit nicht an. Im Gegenteil: Meist handelt es sich um eine sympathische und gepflegte Erscheinung, die sich wort- und weltgewandt gibt. Kurz: Rein äußerlich ist eine betrügerische Absicht nicht zu erkennen. Doch lassen Sie sich nicht blenden! Es gibt durchaus Merkmale, die einen Betrüger von einem seriösen Kreditvermittler unterscheiden:
Es wird eine Vorauszahlung verlangt, zum Beispiel in Form von Kostenerstattungen, bevor der Kreditvertrag unterschrieben ist.
Ihnen wird vor Abschluss des Kreditvertrages eine Rechnung ausgestellt, in welcher pauschale Positionen für Reise-, Büro-, Kopier- oder sonstige Vermittlungskosten aufgeführt werden.
Der Vermittler schlägt Ihnen den Abschluss eines Beratervertrages vor.
Sie werden aufgefordert, „zur Verbesserung Ihrer Bonität“ oder als Voraussetzung für die Kreditgewährung weitere Verträge abzuschließen, die für Sie neue Zahlungsverpflichtungen bedeuten – etwa Versicherungen, Sparverträge oder Firmenbeteiligungen.
Angeblich kann nur ein Unternehmen aus dem Ausland Ihnen einen Kredit verschaffen – gegen Vorauszahlung von Gebühren, Übersetzungskosten oder ähnlichen, für Sie nicht nachprüfbaren Bedingungen.
Wer aber erst einmal in die Fänge eines „Kredithais“ wie Friedel Niesmann geraten ist, kann sich aus eigener Kraft kaum mehr befreien. Hinzu kommt, dass der Kreditvermittlungsbetrug als Wirtschaftskriminalität oft schwer zu erkennen ist. Ein Vorteil für diese Täter. Denn häufig können sie ihren dubiosen Geschäften völlig unbehelligt nachgehen, während die Opfer auf ihrem Schuldenberg sitzen bleiben.
Gerne geben sich betrügerische Kreditvermittler den Anschein des ehrbaren Maklers, der Ihnen aus der Finanznot helfen möchte. In Wirklichkeit denkt er gar nicht daran, Ihnen einen Kredit zu vermitteln. Sein wahres Interesse besteht vielmehr darin, ohne jede Gegenleistung Geld zu „kassieren“. Die Summen, die der Betrüger ohne jeden Anspruch von seinem Opfer verlangt, werden dann als „Vorauszahlung“, „Kostenerstattung“ oder „Provision“ getarnt.
In diesem Sinne, jeder der darauf hereinfällt ist ein Opfer und sollte hier berichten und seine Erfahrungen weitergeben, um weiteren Betrug zu verhindern.

Gruß von Margot